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Heringsschwarm

... zum Ostseeschutz:
Auch in der Ostsee sind zahlreiche Fischarten durch hemmungslose Überfischung selten geworden. Doch Hornhecht, Zander oder Sprotte haben noch gesicherte Bestände und sind als heimische und regionaltypische Fische eine gute Wahl auf dem Teller.

Das Grüne Band an der Ostsee

Über Jahrzehnte waren viele Küsten der ehemaligen sozialistischen Staaten nicht oder nur mit Einschränkungen zugänglich. Sie markierten die Grenzlinie zwischen zwei Systemen, und wie an der zu Lande verlaufenden Grenze erhielten sich daher auch hier an der Küste große naturnahe Bereiche.

Einiges konnte nach dem politischen Umbruch als Naturschutzgebiet oder Nationalpark gesichert werden. Doch viele Naturschätze liegen nach wie vor ungeschützt beiderseits der Wasserlinie. Die Unterwasserlebensräume des Meeres sind so etwas wie ein “Unikat” im Grünen Band Europa, denn nur an der Ostsee verläuft es entlang der Küste.

Natur unter und über Wasser

Allein die Küstenlinie Mecklenburg-Vorpommerns ist über 1.700 km lang, und der Großteil davon wurde zu Zeiten des Eisernen Vorhangs überwacht und teilweise gesperrt. Von dieser Strecke misst die Außenküste gut 1/5, der Rest liegt überwiegend an den Bodden – das sind außergewöhnliche Kaltwasserlagunen, die es weit und breit kein zweites Mal gibt. Tangwälder und Seegraswiesen wiegen sich unter Wasser, Buchten und Bodden gliedern die Küste, Überflutungsmoore, Strandwälle und Steilküsten prägen die Ufer. Seeadler überfliegen die Küsten, Kraniche sammeln sich zu Zehntausenden in den Uferbereichen und Schweinswale gleiten durchs Flachwasser. Nach Osten setzt sich diese beeindruckende Lebensraumvielfalt entlang der Ostseeküsten Polens und des Baltikums fort. Die berühmten Haffküsten an Frischer und Kurischer Nehrung, karge Kalkfelsen auf der Insel Saaremaa, die gigantischen Dünen von Leba, üppige Heringslaichgebiete und Rastgewässer hunderttausender Enten reihen sich fast nahtlos aneinander.

Doch ist diese atemberaubende Natur an vielen Orten auf dem Rückzug. Unangepasste Entwicklung gefährdet ihren Bestand, obwohl sie sogar wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und Touristen anlockt. Es ist Zeit zu handeln und die wertvollen Schätze über wie unter Wasser zu bewahren. Das Projekt Baltic Green Belt tut genau dies. Es zeigt nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Küstenlandschaft auf und trägt zu ihrer Realisierung bei.

Broschüre:

Das Grüne Band am Ostseestrand

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