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Überflutungsmoore

Die Küstenüberflutungsmoore sind eine Besonderheit des Grünen Bandes an der Ostsee. Schilf und andere Gräser am Ufer von Ostsee oder Bodden bilden beim jahrhundertelangen Aufwachsen dicke, salzwassergetränkte Torfkörper, die einige Dezimeter weit aus dem Wasser ragen.

Diese Küstenüberflutungsmoore tragen bei Beweidung eine Vegetation der Salzwiesen. Salzschwaden, Grasnelke, Erdbeer-Klee oder Brackwassser-Hahnenfuß finden sich in der Flora. Diese Salzweiden sind oft auch wichtige Brutgebiete für Watvögel. Die letzten Brutplätze von Alpenstrandläufer oder Kampfläufer liegen hier. Küstenüberflutungsmoore sind somit wichtige Rückzugsräume für eine gefährdete Pflanzen- und Tierwelt. Zahlreiche Arten haben hier ihren einzigen Lebensraum an unserer Küste.

Ohne Beweidung kommen auf Küstenüberflutungsmooren Brackwasserröhrichte auf. Diese bestehen keineswegs nur aus Schilf oder Strandsimse. Strand-Aster, Strand-Segge oder Salzbunge sind typische Begleiter, ergänzt durch weitere seltene oder gefährdete Arten.

Küstenüberflutungsmoore sind ein natürlicher Puffer für Nährstoffbelastungen. Durch die Ablagerung von Schwebstofffrachten bei Hochwässern und dem Nährstoffentzug durch die Pflanzen mit nachfolgender Festlegung im Torfkörper wirken sie wie eine riesige natürliche Kläranlage der Ostsee.

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