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Steinkohlekraftwerk Lubmin vom Tisch

Genehmigungsverfahren eingestellt

Das Genehmigungsverfahren für das Steinkohlekraftwerk Lubmin ist endgültig eingestellt worden. Der Neubau eines solchen Kraftwerks direkt im Grünen Band ist damit abgewendet. Errichtung und Betrieb hätten gravierende negative Auswirkungen auf das Ökosystem Greifswalder Bodden bedeutet und zur weiteren Entwertung des Grünen Bandes in Vorpommern geführt. Trotz der offiziellen Absage des Hauptinvestors DONG Energy im Dezember 2009 hatte es in den vergangenen Monaten Bestrebungen der verbliebenen Projektbeteiligten gegeben, das Kraftwerk doch noch zu bauen.

Nun wird stattdessen der Neubau eines Gaskraftwerkes erwogen. Dieses wäre allerdings bereits das dritte seiner Art am Standort Lubmin und hätte durch das erwärmte und in den Bodden geleitete Kühlwasser vermutlich ähnlich negative Umwelteffekte wie ein Steinkohlekraftwerk. Eine Entwarnung für den Landschaftsraum um Greifswalder Bodden und Peenemünder Haken wäre also verfrüht. Ein schöner Erfolg für die langjährigen Bemühungen des BUND und seiner Partnerverbände ist die Absage des Kraftwerksbaus trotzdem. Der BUND wird das weitere Planungsverfahren intensiv verfolgen und sich weiterhin energisch für den Schutz der Natur und des Erholungswertes der Landschaft um Lubmin einsetzen.

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